Servicewüste Sparkasse

Wir kennen es alle. Das Leid mit dem Kleingeld. Manchmal ist es ganz nützlich, doch meistens verstopft es die Geldbörse. Also, gehen viele Menschen dazu über, ihr Kleingeld in Spardosen zu sammeln. In regelmäßigen Abständen geht man dann zur Bank und gibt das Kleingeld ab.

Was waren das noch für Zeiten, als man zum Bankschalter gehen konnte, man sein Kleingeld abgab und es direkt vor seinen Augen gezählt wurde. Ich kann mich noch an die alten Bretter erinnern, wo man die einzelnen Münzen einlegen konnte. Diese wurden dann durch Zählmaschinen ersetzt.

Doch als ich heute in die Sparkasse ging, um mein gesammeltes Kleingeld abzugeben, traf mich der Schlag. Natürlich machte ich gegenüber der Dame am Schalter noch einen Witz, so nach dem Motto: „Ich habe hier einen Sack voll Geld. Zwar nur einen kleinen, aber egal.“ Natürlich musste die Dame schmunzeln und fragte mich im Gegenzug, ob es denn mehr als 500 Münzen seien. Selbstverständlich konnte ich darauf keine Antwort geben, da ich weder die Summe noch die Anzahl der Münzen wusste. Den Grund der Frage wollte ich natürlich auch wissen. 

Wenn es 501 Münzen wären, würde mich der Spaß 2,50 Euro kosten. Bei 500 Münzen (und darunter) entstehen keine Kosten. Da war ich erst einmal geplättet. Wieso ein Betrag von 2,50 Euro? Zumal ich der Sparkasse MEIN Geld gebe, welches der Staat in Umlauf gebracht hat. Ich habe es lediglich gesammelt. Schließlich zahle ich ja auch noch Kontoführungsgebühren und die Sparkasse arbeitet mit meinem Geld, aus dem sie Zinsen generiert.

Der Sparkasse würden Kosten entstehen, da das Kleingeld EINGESCHICKT wird. HÄ? Kann man Kleingeld nicht mehr in eine Zählmaschine schütten und dann den Betrag heraus ausgeben? Dauert (je nach Geldmenge) vielleicht ein paar Minuten, aber ich bin schließlich Kunde. So wie viele andere Millionen auch. An wen die Münzen geschickt werden, konnte ich natürlich nicht erfahren. Der Betrag (dessen Höhe weder ich noch die Schalterdame wusste) würde dann bis nächste Woche Dienstag auf meinem Konto gutgeschrieben sein. Ähm, HALLO? Wir haben heute Mittwoch! Wieso soll ich bis Dienstag auf mein Geld warten? Ich habe diesen Vorgang dankend abgelehnt. Meinen Unmut habe ich mitgeteilt. Dabei ist das Wort Abzocke gefallen. Ich habe mich aber dennoch freundlich verabschiedet und zufällig erwähnt, dass ich bei einem Mitbewerber vorstellig werde. Als Antwort bekam ich zu hören, dass ich dort auch Geld bezahlen müsste, wenn ich es als „Fremder“ umtauschen würde. Woher wollte die Dame das wissen?

Im Nachhinein frage ich mich natürlich, warum der Sparkasse keine Kosten bei lediglich 500 Münzen entstehen. Ferner interessiert mich brennend, wer denn die Firma ist, welche die Münzen zählt. Wer sagt mir, dass ich auch den richtigen Beitrag gutgeschrieben bekomme, schließlich weiß ich ja nicht, wie viel Kleingeld es war. Und selbst wenn ich es gewusst hätte, hätte man dann noch einmal nachzählen müssen? Falls ja, wieso glaubt bzw. vertraut man mir nicht. Schließlich müsste ich ja einen Betrag dessen Höhe ich nicht kenne (oder auch doch) auch einschicken lassen. (Ja, da soll ich einen Vertrauensvorschuss erteilen, sehr witzig).

Noch nachdenklicher macht mich der Umstand, wie mit den jüngsten Kunden der Sparkasse umgegangen wird, wenn diese das gesammelte Kleingeld auf ihr Sparbuch bringen möchten.

Letztendlich habe ich das Kleingeld gerollt und zu einer winzigen Filiale einer Postbank gebracht. Dort wurde jede einzelne Rolle gewogen. Das Geld (in Scheinen) habe ich sofort umgetauscht bekommen. KOSTENLOS! (ja, das geht auch). SEHR LOBENSWERT und sehr KUNDENFREUNDLICH!

Jetzt weiß ich auch, warum die bei der Sparkasse lieber Kuchen essen.

3 Comments

  1. Theo sagt:

    Die Sparkasse ist da echt furchtbar.
    Ich sollte sogar schonmal für eingerolltes Münzgeld eine Gebühr bezahlen.
    In einigen großen Filialen gibt es SB-Zählautomaten.
    Wenn man sich dann aber das Kleingeld in Scheinen auszahlen lassen will, kostet das 10% des Münzwertes, aber mindestens 10 Euro…. Absolute Abzocke!
    Man kann es zwar auch kostenlos dem Konto gutschreiben lassen, aber das dauert teilweise länger als eine Woche.
    Ich rolle mein Münzgeld jetzt immer ein, und bringe es zur nächsten Raiffeisen Filiale.
    Dort bekomme ich meine Rollen kostenlos getauscht, und das obwohl ich nichtmal Kunde bei denen bin!

  2. Haha, der war gut. 😉

  3. sascha sagt:

    Das ist ja mal krass ich kenne es auch nur so das der Herr am Bankschalter zählt und ich Ihn dabei auf die FInger schaue.. aber so ist es halt leider heutzutage man wird nurnoch geprällt so schnell schaut man garnicht… bald muss ich einen Parkschein lösen wenn ich an der tanksäule stehe und tanke…

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