USA Staatspleite abgewendet – was nun?

Wochenlang haben die USA die Welt in Atem gehalten. Die Angst vor einer Insolvenz der Vereinigten Staaten von Amerika war groß. Nach langen Streitgesprächen hat Obama nun das unmögliche geschafft. Die Staatspleite wurde abgewendet. Das amerikanische Abgeordnetenhaus hat bereits grünes Licht für die neue Schuldenobergrenze gegeben. Nun muss nur noch der Senat zustimmen. Anfänglich hatten die internationalen Börsenmärkte den Erfolg mit Kursgewinnen gefeiert. Auf die Euphorie folgte ein massiver Absturz, der sich zumindest am gestrigen Abend am deutschen Aktienmarkt bemerkbar machte.

Schließlich haben die Marktteilnehmer Angst, die USA könnten im Rating negativ beurteilt werden. Die Schuldenobergrenze wird nun um 2,4 Billionen Dollar in zwei Etappen bis 2013 erhöht. Im gleichen Atemzug werden jedoch Einsparungen in Höhe von 2,8 Billionen Dollar eingeführt, die auf zehn Jahre hin eingehalten werden sollen. Derzeitig haben die USA eine Gesamtverschuldung von 55 Billionen Dollar. Die Schuldenobergrenze lieg derzeitig (ohne die 2,4 Billionen Dollar Zuschuss) bei rund 14,5 Billionen Dollar. Für ihre Schulden müssen die USA insgesamt 3,6 Billionen Dollar an Zinsen aufbringen, was einem Viertel des Bruttoinlandsproduktes entspricht.

Doch gespart wird nicht an den Militärausgaben. Es wird auch keine Aufhebungen der Steuererleichterungen geben und eine Erhöhung des Steuersatzes für Spitzenverdiener ist ebenfalls nicht geplant. Bereits jetzt leben rund 40 Millionen amerikanischer Bürger von den so genannten Food Stamps. Ohne die Lebensmittelmarken können die meisten auf Grund von Niedriglöhnen oder Arbeitslosigkeit nicht überleben. Viele Menschen wohnen in Zeltstädten. Anhand dieser Zahlen fragt man sich, wo die US-Administration überhaupt noch Einsparungen vornehmen möchten. Ist dies der angekündigte „Change“?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.