Renovieren oder sanieren – Wer trägt die Kosten?

In regelmäßigen Abständen, so steht es in einigen Mietverträgen, muss jeder Mieter seine Wohnung renovieren. Hin und wieder reicht dafür ein Eimer Farbe aus. Manchmal muss man auch tapezieren. Doch was ist, wenn das nicht mehr ausreicht und eine Sanierung ansteht? Welche Kosten der Renovierung oder Sanierung muss der Vermieter tragen und welche der Mieter? Sofern es sich um leichte Schönheitsreparaturen handelt, müssen diese vom Mieter getragen. Zugrundeliegend ist hier der Mietvertrag und die deutsche Gesetzgebung.

Hat der Mieter beispielsweise eine Tür durch eigenes Verschulden zerstört und muss diese repariert werden, fallen die Kosten dem Mieter zu lasten. Handelt es sich um schwerwiegende Reparaturen oder sogar eine Sanierung so ist der Vermieter verpflichtet, die Kosten zu übernehmen. So kommt es auf die Mitschuld des Mieters an. Bei alten und morschen Fenstern müssen diese ausgetauscht werden. Hier zahlt der Vermieter. Ähnlich sieht es mit Badezimmern aus. Soll ein Bad jedoch nur weil die Farbe nicht mehr gefällt saniert werden, wird es schon etwas problematisch. Sind weder irgendwelche Funktionen eingeschränkt, noch der Zustand der Badmöbel unzumutbar, zahlt hier der Mieter die Renovierung.

Es sei angemerkt, dass der Mieter seine Komplettrenovierung vorab mit dem Vermieter abklären sollte und eine schriftliche Vereinbarung festzusetzen ist. Schließlich soll es beim Auszug keine bösen Überraschungen geben. So könne es eventuell vorkommen, dass die schönen Fackelmann Kara Badmöbel beim Auszug wieder entfernt werden müssen, sollte die Erlaubnis nicht schriftlich fixiert worden sein. Das deutsche Mietrecht ist jedoch sehr komplex und wird ständig verändert, daher sollte man sich bei spezifischen Fragen an einen Anwalt herantreten oder den Mieterschutzbund aufsuchen.

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