Suchtfaktor Fernseher

Diejenigen unter euch, die Kinder haben, werden sicherlich schon einmal festgestellt haben, dass das Fernsehen eine magische Anziehungskraft auf Kinder hat. Kinder schauen gerne fernsehen. Egal um welches Fernsehprogramm es sich handelt, sitzen sie teilweise mit offenen Mündern davor. Ein wirklich sehr seltsames Bild, so dass man als Elternteil sicherlich denken könnte, aus dem Flimmerkasten kommen hypnotische Strahlen. Entweder liegen die Kleinen angespannt vor der Glotze oder sitzen im Schneidersitz in einer extrem aufrechten Haltung und scheinen mit dem schwarzen Kasten nahezu zu verschmelzen. Ansprechen verboten.

Die Zeit, die Kinder vor dem Fernseher verbringen ist unterschiedlich. So kann es schließlich vorkommen, dass Eltern ihre Kinder vor den Fernseher setzen, damit sie Ruhe haben und beispielsweise mal eben etwas im Haushalt erledigen. Dann gibt es wiederum Eltern, welche sich um den Fernsehkonsum ihrer Kinder überhaupt nicht kümmern. Manche Kinder haben sogar einen eigenen Fernseher im Kinderzimmer.

Da kann es schließlich auch vorkommen, dass die kleinen Süßen die Werbebotschaften hochbezahlter Marketingexperten zitieren. Gerade in der Weihnachtszeit werden die kleinen Konsumenten, die in den Kaufhäusern ihre Eltern nerven, mit der drei- oder vierfachen Menge von Werbebotschaften berieselt. Das scheint ungeheuer praktisch zu sein, denn somit stehen sie ihren Eltern während des Einkaufes als Einkaufsberater zur Seite. Da kann man fast schon glücklich darüber sein, wenn man endlich die Quengelware an der Kasse erreicht hat. Und wohl dem, der sich Pay-TV angeschafft hat.

Kinder unter drei Jahren sollen eigentlich sowieso kein fernsehen. Hin und wieder meint man es jedoch gut und steckt eine DVD in den Player und muss dann resigniert feststellen, dass die Werbepausen eigentlich viel interessanter sind und der lustige Kinderfilm nicht so viele bewegende Bilder hintereinander hat, so dass er uninteressant wirkt.

Und habt ihr Kinder schon einmal beobachtet, wenn der Fernseher läuft? Stellt man sich das Szenario vor, dass die Kinder im Zimmer spielen und ins Wohnzimmer kommen, wo die Eltern fernsehen. Vielleicht möchten die kleinen Süchtlinge ihren Eltern etwas spannendes erzählen. Sobald sie das Zimmer betreten richten sich ihre Augen automatisch auf das flimmernde Bild. Sie vergessen sogar mitten im Satz, was sie gerade vor wenigen Sekunden erläutern wollten. Nur kurzzeitig schaffen sie es, ihre Augen nicht auf die Glotze zu richten.  Verlassen die Kinder wieder das Zimmer, könnte man als Erwachsener den Eindruck erhalten, dass der Nachkömmling in wenigen Sekunden gegen die Wand oder gegen die Tür rennt oder vielleicht stolpert, da die Augen immer noch auf den Flimmerkasten gerichtet sind.

Das Schlimme ist, wenn man sich als Erwachsener vor den Fernseher stellt und den Blick auf die Glotze versperrt. Da werden die Köpfe hin und her gerenkt, damit die kleinen fernsehsüchtigen Monster auch nur einen Blick vom Programm erhaschen. Zugleich geht dies mit riesigem Geschrei umher. „Ich will das gucken.“  oder „Geh da weg, ich kann nichts sehen.“ Wehe, wenn man den Kasten ausschaltet. Dann geht’s rund. Bei all den Vorkommnissen sollte man sich wirklich fragen, ob Kinder überhaupt fernseh gucken sollten. Da kann man doch lieber ein Gesellschaftsspiel spielen, Sport treiben, in die Natur gehen oder ein Märchen lesen.

Im übrigen sind manche Märchen grausamer als das abendliche Sandmännchen. Man denkt nur an den Wolf und die sieben Geißlein. Da fließt schon eine ganze Menge Blut. Das ist Stoff für einen Horrorschocker. Allerdings ist das einen neuen Artikel wert. Letztendlich habe ich hier aufgelistet, woran ihr erkennt, dass eure Kids zu viel TV glotzen.

Kinder glotzen zu viel TV, wenn sie….

  • mit dem offenen Mund vor dem Fernseher sitzen
  • in Erzählungen ganze Wörter vergessen
  • das Wetter auswendig können
  • die Börsenkurse kennen
  • plötzlich Top-Modell werden wollen
  • der Meinung sind, Meister Proper sei eine Comicfigur
  • Einkaufsberater sind

to be continued….

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