Mein Sushi Date

Wie man unschwer erkennen kann, bin ich in vielen verschiedenen sozialen Netzwerken angemeldet. Unter anderem auch bei Xing. Vor einiger Zeit bin ich einer bestimmten Gruppe beigetreten und bekam eine Event-Einladung zugesendet. Es ging um ein Sushi-Business-Speed- Dating. Langes Wort, aber geringe Gesprächszeit. Nach kurzer Überlegung habe ich selbstverständlich zugesagt.

Lecker Sushi

Gestern Abend war es dann soweit

Wie jede Frau, macht man sich natürlich darüber Gedanken, was man zu einem solchen Dinner anziehen soll. Ich habe mich für die einfache Variante entschieden. Jeans, Bluse und Turnschuhe. Soweit so gut. Außerdem bin ich mit öffentlichen Verkehrmitteln gefahren, einer meiner liebsten Beschäftigungen, wenn ich nicht gerade etwas zu tun habe. Denn nur so finde ich Zeit ein paar spannende Zeilen in meinem Buch zu lesen. At home ist das mit dem Kindergewusel doch häufig nicht möglich. Die öffentlichen Verkehrmittel sind jedoch nur so lange lustig, wenn man über einen Sitzplatz verfügt, was nicht immer der Fall ist. Außerdem schrecken einem schon manches Mal die „Eintrittspreise“

Der Weg ist das Ziel

Ich hatte mir ein ziemlich spannendes Buch aus meinem Regal genommen und so hätte ich noch stundenlang durch die Stadt düsen können. Ein leckeres Sushi wollte ich mir jedoch nicht entgehen lassen. Vielleicht waren ja auch noch ganz nette Zeitgenossen dort. Als ich in den heiligen Gefilden der Sushi-Bar stand, die übrigens auch ganz Düsseldorf mittels Sushi-Taxi beliefert, war ich dann doch überrascht, dass doch etwas „Brauchbares“ an dem Event teilnahm. Langsam aber sicher kamen weitere Besucher hinzu und man platzierte sich an zwei Tischen. Nach einem unsagbar leckeren Eistee (mit grünem Tee, den ich ja eigentlich gar nicht mag), folgte der Begrüßungs-Prosecco. Aus dem „Brauchbarem“ entwickelte sich ein lustiges Trüppchen.

Ich habe Jürgen Klopp getroffen

Kurze Zeit später begann das Speed Dating. Man hatte unglaubliche fünf Minuten Zeit, seinem Gegenüber zu erläutern was man beruflich alles so macht und konnte vernehmen, was der Gegenüber so macht. Ich sollte vielleicht anmerken, dass ich sicherlich die erste Runde zu gequatscht habe. Aber letztendlich bleibt einem die Möglichkeit sich zu verxingen. Es waren wirklich sehr tolle Gespräche, die man führen konnte. Nur bei einer Person sprang der Funke nicht wirklich über. Das ist wie im realen Leben. Irgendwann fiel mir dann Jürgen Klopp auf. Naja, zumindest sah er so aus wie Klopp. Vorlaut wie ich nun einmal bin, habe ich ihn angesprochen, dass er wie Klopp aussieht. Das war natürlich besonders originell. Wahrscheinlich vergleichbar mit den Menschen, die mich auf meinen Namen ansprechen und ein GE davor setzen. Gott sei Dank hatte Herr Klopp (deren wirklichen Namen ich jetzt hier nicht nenne) Verständnis. Er kennt das bereits seid Jahren.

Ich habe fertig

Irgendwann kam dann auch das Essen. Es war mir schon fast peinlich. Fünf Personen warteten auf mich, denn ich hatte mein Sushi noch nicht erhalten. Aber ich bin ja nicht so, als ermunterte ich die Runde schon anzufangen. Das Sushi war übrigens sehr lecker, ich kann es nur jedem empfehlen. Und wenn es mal wieder ein Sushi Date gibt, werde ich vielleicht wieder hingehen. Es war ein schöner Abend und nun muss ich schauen, was sich aus den Business-Kontakten noch so ergibt.

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