Bus und Bahn

Fahren Sie des öfteren mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

Mit Bus und Bahn?

Ich zumindest fahre öfter mit Bussen und Bahnen. Damit möchte ich U-Bahnen mit einschließen. Eigentlich ganz praktisch, zumindest ist das Monatsticket günstiger als der Unterhalt eines Autos. Manches Mal kann man die Überfüllung und auch die Verspätungen verkraften, es sei denn es ist gerade Wochenende und Sie erreichen den Anschluß nicht mehr, so dass Sie nochmal eine halbe Stunde extra warten müssen. Ganz toll!  Bei der derzeitigen Kälte und dem Regen sicherlich nicht angenehm. An einigen Haltestellen könnten Sie sich sicherlich unterstellen, wenn nicht mal wieder ein paar Flachpfeiffen von „wer auch immer“  die Fensterscheiben des Wartehäuschens zertrümmert hätten.

Abenteuer Kinderwagen

Schlimm wird es erst, wenn Sie mit Kinderwagen unterwegs sind. Mittlerweile sind die meisten Busse soweit ausgerüstet, dass Sie mit dem Kinderwagen rein oder aus dem Bus fahren können. Letztendlich gibt es die so genannten Niederflurbusse. Ärgerlich, wenn der Busfahrer die Hydraulik nicht findet und noch nicht einmal am Bordstein anhält, sondern einen Meter davon entfernt. Meist bleiben Sie dann zwischen Bus und Bordstein mit dem Kinderwagen stecken und die nachdrängelden Fahrgäste fallen über Sie. Dann gibt es noch Busfahrer, die schehrt die Ausbuchtung gar nicht, sie halten direkt auf der Straße. Und wenn Sie sich nicht beeilen macht der Fahrer die Tür zu. Der Kinderwagen steht zwar draußen und sie halten ihn noch fest, befinden sich dafür jedoch noch IM Bus. Wenn Sie großes Pech haben, kann es passieren, dass der Busfahrer schon losfährt und erst durch die Zurufe der anderen Zaungäste reagiert und anhält.

Und dann noch die U-Bahnen. In vielen Bahnen gibt es im Einstieg Zwischenstangen die kein Pardon zeigen, wenn Sie mit einem Kinderwagen einsteigen möchten. Wenn ich mit der U-Bahn von Düsseldorf nach Neuss fahren möchte, muss ich jedesmal die Räder vom Kinderwagen abmontieren, da mir sonst keinerlei Möglichkeit geboten wird, in die Bahn einzusteigen. Aber wer fährt schließlich schon nach Neuss? Und Leute, ich steige schon auf der Kinderwagen-Seite ein.

Unglaubliche Hilfsbereitschaft

Leider sind nicht alle U-Bahn-Haltestellen der  Erde eben. Sprich: die Treppen der U-Bahn klappen sich  auf. Im Winter ist es sogar schon vorgekommen, dass die Treppen eingefroren waren und sich die Treppen nicht rausfahren ließen. Aber halb so wild. Letztendlich soll es ja Menschen geben, die einer Frau mit Kinderwagen aus der Bahn helfen. Sollte man meinen. Leider ist dem oft nicht so. Ich kann gar nicht beschreiben, wie viel Ignorranz einem begegnet. Weiterhin scheinen in Deutschland sehr viele Bürger einen Bandscheibenvorfall zu haben. Witziger Weise bin ich einmal mit dem Kinderwagen in der U-Bahntür stecken geblieben und kam da allein nicht wieder raus. Peinlich! Eine junge Frau mit Kopfhörern hatte leider nicht auf meine Frage ob sie mir helfen könne reagiert, obwohl sie mich gesehen haben muss, schließlich war es die Tür direkt vor ihrer Nase und gut sichtbar. Auch alle anderen machten nicht wirklich Anstalten mir behilflich zu sein. Da musste also der Bahnfahrer ran, der schimpfend durch die Bahn angetrabt kam. Gott sei Dank hatte er nicht mit mir geschimpft, er vertrat wohl eine ähnliche Meinung wie ich. Obwohl man meist von den faulen Jugendlichen hört, muss ich gestehen, dass es fast ausnahmslos die „faulen Jugendlichen“ sind, die mir zu Hilfe kommen. Häufig Teens mit Migrationshintergrund, wie man es so schön neutral sagt.

Die Fahrradfahrer – eine Klasse für sich

Das Wetter ist schön und man freut sich auf einen kleinen Ausflug. Vielleicht ist es aber auch Samstag und man möchte nur eine Kleinigkeit einkaufen. Kinderwagen bieten da besonders viel Stauraum, man mag es kaum glauben. Doch kaum möchten Sie in die Bahn einsteigen: was erblicken Ihre Augen?

Fahrräder!

Schon kreisen die Gedanken im Ihrem Kopf. Wie kommen Sie jetzt mit dem Kinderwagen in die Bahn? Man möchte meinen, dass bei schönem Wetter die Fahrradfahrer mit ihrem Fahrrad auch fahren. Aber manche Herrschaften finden es dann doch sehr bequem ein Fahrrad in der Bahn herumspazieren zu fahren. Und nein, die Fahrradkette ist nicht kaputt. Das könnte man ja noch verkraften.

Kinder in der Bahn

Viele Kinder schreien in der Bahn. Seltsam, dass manche Eltern ihre Kinder nicht im Griff haben.  Ich mische mich nicht ein. Die Kleinen turnen auf den Bänken rum und spielen an den Knöpfen. Ob die das zu Hause auch so machen?  Ich gebe zu, dass mein Kleines auch hin und wieder mal schreit, aber für solche Notfälle habe ich immer was zu lesen und Spielzeug dabei. Des Weiteren bin ich mit Getränken und Keksen bewaffnet. Meinen Müll nehme ich immer mit.

Einmal schien sich mein Würmchen einen Spaß daraus zu machen, den Nucki auf den Boden zu schmeißen. Nach vorheriger Ankündigung, sie möchte es doch bitte unterlassen, sonst gäbe es keinen Nucki mehr, kam sie dieser Aufforderung nach dem dritten Mal selbstverständlich nicht nach. Das darauf folgende Theater, als ich ihr den Nucki wegnahm,  war unbeschreiblich. Unbeschreiblich laut. Den Nucki verweigerte ich ihr. Die Reaktion einer etwas älteren Dame fand ich nicht so toll. Sie schrie mich an, ich solle doch mein Kind in den Arm nehmen. Das arme Kind würde ihr ja so leid tun. Auf die Frage, ob sie gern mein Kind erziehen möchte und ob ich es dafür belohnen sollte, dass es den Nucki ständig auf den Boden schmeißt, wurde die Dame puterrot, fuchtelte mit den Armen und schrie noch lauter. Als ich ihr entgegnete, dass sie mich nicht anschreien muss, da ich sie auch sonst gut verstehen würde und warum sie sich einmischen würde, zog sie beleidigt von dannen. Musste ich mich jetzt schuldig fühlen, nur weil ich meinem Kind den Nucki nicht gegeben habe, damit sie weiterhin das Ding auf den Boden schmeißt? Sicherlich nicht.

Der Horror in Tüten – Schulklassen

Am schlimmsten sind Schulklassen in der Altersklasse der Grundschüler. Lauthals schreiend verstopfen sie die Gänge. Da kann es schon einmal vorkommen, dass sie als „Mitfahrer“  deren Toni oder  Rucksack im Gesicht haben. Die Lehrer/innen haben nicht selten schon an der Haltestelle den Überblick verloren und aufgegeben.  Da kann man nur die Augen zu machen und sich woanders hinwünschen. Mehr geht nicht. Übrigens, die meisten Kindergarten-Kinder fallen NICHT auf.

Wanderprediger

Da ich schon sehr oft in meinem Leben mit öffentlichen Verkehrmitteln gefahren bin, kam es vor, dass ich ebenso lustige wie skurile Erlebnisse hatte. Ich habe bereits menschliche Wesen erlebt, die sich mit der Haltestelle unterhalten haben. Hin und wieder halten ratlose Autofahrer an und fragen nach dem richtigen Weg oder es begegnen einem die unterschiedlichsten Wanderprediger. Diese besondere Spezies verkündet das Wort Gottes in der Bahn. Dabei stellen sie sich mitten in den Gang und lesen aus ihrer Bibel. In Jesus-Latschen und Bio-Kleidung sehen sie aus, wie Moses persönlich. Aber es lohnt sich ihnen zuzuhören. Ich habe schon viele amüsante Wanderprediger kennengelernt.

Kleingetier

Kaum ein Hundebesitzer scheint die öffentlichen Verkehrmittel zu nutzen. Warum das so ist, kann ich leider nicht beurteilen. Hier gibt es kaum negatives zu berichten.

Vielleicht sollte ich öfter ein paar Busanektoten zum Besten geben. Es ist immer spannend! Bis zum nächsten Mal also.

1 Comment

  1. Ich hab´s getan…ich hatte eine Probefahrt! | Schreckgespenster sagt:

    […] bereits berichtet, fahre ich ja eigentlich lieber mit Bus und Bahn, da man in den öffentlichen Verkehrsmitteln sicherlich mehr Spaß hat. Allerdings ist das mit zwei […]

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