Friede auf Erden

Vor einigen Wochen erhielt ein Mensch mit schwarzer Hautfarbe den Friedensnobelpreis. Angesichts des Krieges in Afghanistan und des Häftlingslagers in Guantanamo ist die Entscheidung Barak Obama den Friedensnobelpreis zu verleihen von der Welt kristisch disskutiert worden. Ein Präsident, der bislang nichts für den Frieden getan hat, sondern nur versprochen hat, sollte diese Ehre zu Teil werden? Nun meiner Meinung nach, sollte nur jemand den Friedensnobelpreis erhalten, wenn er wirklich für Frieden auf Erden sorgt oder mehr als Versprechungen abgibt. In den Medien wurde verbreitet, dass dies sicherlich eine große Bürde und auch eher ein Ansporn für Barak Obama sein sollte.  Niemand sollte den Friedensnobelpreis erhalten, wenn er in einem anderen Land die Soldaten aufstockt.

Hierzu Auszüge der Dankesrede von Obama:

„Die Instrumente des Krieges spielen eine Rolle bei der Wahrung des Friedens“

„Es gibt Zeiten, in denen Nationen – im Alleingang oder gemeinsam – den Einsatz von Gewalt nicht nur als notwendig, sondern als moralisch geboten ansehen“,

„Wir sind im Krieg, und ich bin verantwortlich für die Entsendung tausender junger Amerikaner, um in einem fernen Land zu kämpfen“, sagte Obama. „Einige werden töten, andere werden getötet. “

Die USA hätten in den vergangenen sechs Jahrzehnten allerdings mitgeholfen, die weltweite Sicherheit „mit dem Blut unserer Bürger und der Kraft unserer Waffen“ zu garantieren.

Quelle: Rheinische Post

Passend zum Thema hat Frieder Wagner einen 45 minütigen Vortrag gehalten, den sich jeder Leser anschauen kann. Ich bitte jedoch darum erst einmal weiterzulesen.

Redet man über Krieg, wird dieser jederzeit durch die angeblich wachsende Sicherheit der Weltbevölkerung, der Befreiung von Tyrranei und der Demokratisierung legitimiert. Jedem sollte bewusst sein, dass dies schon ein Widerspruch in sich darstellt. Die Medien sind immer vorn mit dabei, begünstigen und manipulieren die Meinungen in der Bevölkerung für den Krieg. Schließlich gilt man schon als Verräter, wenn man seine Truppen nicht unterstützt. Die Zeiten sind wahrlich schwer. Doch war das jemals anders? Und was bringt junge Menschen dazu zum Millitär zu gehen? Mit Blick auf die Vereinigten Staaten ist das ganz einfach zu erläutern. Die meisten so genannten Soldaten kommen dort aus sozialschwachen Familien. SElbstverständlich gibt es auch welche, die aus Tradition dem Millitär beitreten. Viele amerikanische Bürger mit schwarzer Hautfarbe kommen meist nur aus den Slums , wenn sie entweder sportliche herausragende Leistungen vollbringen oder sie sich vom Millitär ausbilden lassen. Die Gründe betreffen also hauptsächlich die Existensängste, sprich Geld und Ausbildung.

Doch Krieg ist kein Computerspiel, dort werden Menschen getötet. Meistens Zivilisten. Selbstverständlich wird nur Ansatzweise in den Medien darüber berichtet. Die Grausamkeit des Krieges kann man den Menschen nicht zeigen. Es scheint jedoch zur Normalität verkommen zu sein, dass in Ländern, wie Afghanistan, sich Selbstmordattentäter in die Luft sprengen. Und es ist auch normal, dass dort Menschen von internationalen Truppen gepeinigt, mißhandelt und getötet werden. Und genauso mag es umgekehrt sein.

Wer ein wenig bei youtube recherchiert, wird leider Filmchen einzelner Soldaten finden, auf denen zu sehen ist, wie gerade Frauen in Afghanistan denunziert und schlecht behandelt werden, wenn die Filme nicht schon geflaggt sind.

Diese Dinge, die man dort zu sehen bekommt, stimmen nicht mit den Bildern in den öffentlichen Medien überein und eignen sich nicht besonders für die allabendliche Fernsehbeschallung. Aber wehe es wird ein Flugzeug mit einer Unterhosenbombe entführt, oder CIA – Agenten werden umgebracht.

Das wird direkt verbreitet, um Hass zu schüren. Beschießt eine „Besetzer“-Truppe einen Tanklaster und kommen dabei 140 Menschen um, wird soetwas wochenlang unter den Teppich gekehrt. Zumindest bis nach der Wahl. Nach den letzten 2 Weltkriegen sollte von Deutschland nie wieder Gewalt ausgehen.

„Sei wachsam“ Textauszug von Reinhard Mey

„Wir haben ein Grundgesetz, das soll den Rechtsstaat gerantiern.
Was hifts , wenn sie nach Lust und Laune dran manipulieren,
Die Scharfmacher, die immer von der Friedensmission quasseln,
Und unterm Tisch schon emsig mit dem Säbel rasseln?
Der alte Glanz in ihren Augen beim großen Zapfenstreich,
Abteilung kehrt, im gleichschritt marsch, ein Lied und Heim ins Reich!
„Nie wieder soll von diesem Land ein Krieg ausgehen!“
„Wir müssen Flagge zeigen, dürfen nicht beiseite stehen!“
„Rein humanitär natürlich und ganz ohne Blutvergießen!“
„Kampfeinsaätze sind jetzt nicht mehr so ganz auszuschließen.

Sie ziehen uns immer tiefer rein, Stück für Stück.
Und seit heute früh schießen wir wieder zurück. “

Doch was passiert? Wir führen Krieg. Es sind keine kriegsähnlichen Zustände, wie von unserer derzeitigen Bundesregierung behauptet wurde. Es ist Krieg. Nichts anderes. Und das ist Unrecht. Ganz gleich ob ein vor der UNO legitimiert ist, man seine uneingeschränkte Solidarität beurkundet hat, oder ähnliches. Aber dies ist nur meine persönliche Meinung.

Wie funktioniert also eine Manipulation der Bevölkerung?

Dazu die wirklich sehenswerte WDR-Reportage auf GoogleVideo

WAR MADE EASY

Aber was kümmert uns das schon. Ganz einfach. Wir bezahlen den Krieg aus unserer Tasche. Mit unseren Steuergeldern. Gelder, mit denen unsere Schulen und Universitäten renoviert werden könnten, Gelder die für ein BGE zur Verfügung stünden oder zu einer Erhöhung des Regelsatzes. Gelder für Polizisten, welche einen aussichtslosen Kampf gegen Kinderpornographie, Menschen- und Drogenschmuggel und organisierter Kriminalität führen. Stattdessen werden Gelder für Kriege verbrannt, für Bankenrettungsschirme und natürlich um die eigene Tasche zu füllen. Aber jetzt müssen wir wieder sparen.

Wofür?

Für den nächsten Krieg? Für die nächste Krise?

Vielen Menschen stinkt es, was auf der Welt passiert. Doch immer wieder muss ich zwar die Diskussionen erleben, aber niemand steht auf. Mein Beitrag: ich veröffentliche meine Meinung und hoffe, dass sie jemand im World Wide Web liest. Dabei möchte ich weder jemanden denunzieren oder beleidigen.

Des Weiteren gab und gibt es Menschen, welche Kriegsumstände abschaffen wollen. Doch viele dieser Menschen (und erst Recht wenn sie in der Öffentlichkeit stehen) mag man nicht. Zumindest könnte man aus den Ereignissen um diese Personen daraus schließen. Denn die meisten von Ihnen wurden verfolgt, eingesperrt oder sogar umgebracht.

„At the age of thirty-five, Martin Luther King, Jr., was the youngest man to have received the Nobel Peace Prize. When notified of his selection, he announced that he would turn over the prize money of $54,123 to the furtherance of the civil rights movement.“ Quelle

Einen Tag nach folgender Rede wurde der Friedensrechtler und Friedensnobelpreisträger umgebracht:

 

Auch dieser Mann wurde erschossen. Er hatte sich Frieden auf Erden gewünscht. Von ihm stand eines meiner Lieblingslebensweisheiten:
Unsere Gesellschaft wird von Verrückten geführt, für verrückte Ziele. Ich glaube wir werden von Wahnsinnigen gelenkt, zu einem wahnsinnigen Ende, und ich glaube ich werde als Wahnsinniger eingesperrt, weil ich das sage. Das ist das wahnsinnige daran.

Und da gab es noch jemand besonderen, den man erschossen hat. Und dessen Todesumstände noch immer nicht aufgeklärt sind. Das wird wahrscheinlich nie der Fall sein. Und so lange war und bleibt es die Tat eines Einzeltäters. Wie so oft.

Im übrigen hängt Barak Obamas Foto in der Nobel-Akademie künftig neben so ruhmreichen Preisträgern wie dem südafrikanischen Freiheitskämpfer Nelson Mandela, dem US-Bürgerrechtler Martin Luther King oder Mutter Teresa. Ob dies wirklich berechtigt ist, bleibt abzuwarten.

Ich bin in einem geteilten Land aufgewachsen, habe im Kindesalter in abgedunkelten U-Bahnschächten Soldaten mit Maschinengewehren gesehen, dass Soldaten täglich unter ihren Autos nach Bomben Ausschau hielten, war lustig mitanzusehen. Doch heute verstehe ich es. Der Terror um mich herum steigert sich. Zumindest wollen mir dies die Medien weismachen. Doch eines hat sich nicht geändert:

Obwohl ich in meiner Umgebung so viel Liebe und Freundschaft erfahre, wird der Blutdurst mancher Menscher immer stärker, die Sehnsucht nach Frieden auf Erden aber immer größer.

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