Eigentlich könnten wir nackt rumlaufen

Zumindest am Flughafen!

Auf Grund der Vorkommnisse zur Weihnachtszeit in den Vereinigten Staaten von Amerika ist es geplant auch hier in Deutschland nach und nach die so genannten Nacktscanner an Flughäfen einzuführen. Bis zum Sommer dieses Jahres soll die Erprobungsphase an deutschen Flugplätzen abgeschlossen sein. Neue Regelungen über die Nacktscanner werden bereits im EU-Parlament diskutiert und innerhalb von vier Monaten verabschiedet werden. Legitimiert wird die Einführung der Scanner wegen des Missglückten Anschlages auf eine amerikanische Passagiermaschine. Die Sicherheit in den Maschinen soll gesteigert werden.

Ein Riesengeschäft für die Hersteller

Für die Hersteller solcher Nacktscanner wird dies sicherlich bedeuten, dass sie ein Riesengeschäft tätigen werden. Ein Gerät kostet ca. 150.000 Euro.

(Die Anzahl der internationalen Flughäfen x die Anzahl der benötigten Scanner pro Abflugterminal ) x 150.000 Euro = Summe X

Wer wird das bezahlen? Der Fluggast oder der Steuerzahler? Oder vielleicht auch beide zusammen? Wobei das eine das andere ja nicht ausschließt.

Nacktscanner und die Menschenrechte  

Durch unser Grundgesetz sind unsere Menschenrechte festgeschrieben. Des Weiteren gibt es Gesetze zum Schutz von Kindern. Auf den Bildern von Nacktscanner werden sämtliche Körperteile sichtbar. Sicherlich nicht in der Qualität eines Fotos, vergleichbar eher mit einem 3D Ultraschallbild. Dabei werden auch die Geschlechtsteile sichtbar. Dies schließt auch Kinder mit ein. Datenschützer und vor allen Dingen Kinderschützer schlagen Alarm. Laut Gesetzen gegen den Besitz und die Verbreitung von Kinderpornographie würden damit die Rechte der Kinder erheblich verletzt werden. Weiterhin werden Regeln zum Datenschutz und der Persönlichkeitsrechte gefordert. Unsere Bio-metrischen Daten könnten gespeichert werden. Man hat ja bereits damit angefangen. Wer in seine Geldbörse schaut, wird dies anhand des Personalausweises feststellen können, zumindest wenn er nicht älter als zwei Jahre alt ist.

Was kommt danach?

Sollte dieses Vorhaben umgesetzt werden und es würde trotz dieser Sicherheitsmaßnahmen zu einem erneutem Anschlagsversuch kommen, stellt sich die Frage, was kommt danach? Sicherlich kennt jeder aus den Medien, die Berichte der lebenden Drogenschmuggler. Ohne die Absicht zu verbreiten oder Ängste zu schüren, gäbe es dennoch die Möglichkeit den menschlichen Körper mit geschluckten Hilfsmitteln als Sprengkörper zu benutzen. Vielleicht ist das Szenario etwas weit hergeholt, aber jeder kennt doch die japanischen Kamikaze-Flieger (Shimpū Tokkōtai) und natürlich auch die Selbstmordattentäter. Man muss also nur 1+1 zusammenrechnen. Ich möchte hier keinesfalls den Teufel an die Wand malen, aber werden nach einer solchen Eventualität dann auch noch die körpereigenen Öffnungen durchsucht? Reicht es da nicht aus, eine neue Art von Scannern zu entwickeln? Vielleicht in Form von Geräten, wo der Betroffene noch nicht einmal merkt, dass er gescannt wird?

 Nacktscanner und ihre Strahlungsgefahr

Bis dato gibt es verschiedene Technologien der Geräte. Einmal die Röntgenstrahlung, die Terahertzstrahlung und die zweifache Terahertzstrahlung. Sämtliche Strahlungen stehen in Verbindung Krebs zu erzeugen und durch die ionisierende Wirkung Zell- und Genschäden zu verursachen. 

Argumentation – Schaffung von Arbeitsplätzen

In Zeiten der andauernden Wirtschaftskrise verhält es sich natürlich schwierig neue Arbeitsplätze zu schaffen oder sie zu erhalten. Schon argumentiert man, dass durch den Einsatz von Nacktscanner ein neuer Industriezweig der Sicherheit geschaffen wird. So kann man das natürlich auch beurteilen. Letztendlich müssen die Scanner auch produziert und vertrieben werden. Dies geschieht sicherlich nicht nur mit der Hilfe von Robotern, sondern durch Menschenhand. Des Weiteren soll die zivile Sicherheitsforschung weiterhin gefördert werden. Bereits jetzt fördert die Bundesregierung mit 200 Millionen Euro jährlich dementsprechende Projekte.

Nacktscanner demnächst am Eingang zum Supermarkt

Um das Netz ein wenig weiter zu spinnen: Scanner sind auf verschiedene Weise einsetzbar, da der Technik keinerlei Grenzen gesetzt sind. Vielleicht wird es sich irgendwann so verhalten, dass man vor dem Einkauf im nächsten Supermarkt durch eine Sicherheitsschleuse gehen muss. Ebenso bei Bankgeschäften, in öffentlichen Gebäuden, Freizeitparks oder in Discos. Genauso gut könnte man nackt herumlaufen. Mit den heutigen Geräten ist ein 3D Körperscan möglich. Mittlerweile ist ELENA eingeführt worden, der elektronische Entgeldnachweis. Die dementsprechenden Signaturen sollen auch von der Sparkassen-Finanzgruppen angewendet werden. Jeder hat eine lebenslange Steuernummer. Die Krankenkassen werden demnächst die Höhe unserer gezahlten Beiträge an das Finanzamt weiterleiten. Würde man sämtliche Informationen an einen zentralen Speicherplatz sichern, würden auch unsere biometrischen Daten mit hinzukommen können. Man benötigt quasi nur noch einen RFID Chip im Ausweis und den biometrischen Abgleich vom Nacktscanner. Nur noch die Karte in den dafür vorgesehenden Schlitz stecken und fertig ist die Identifizierung. Äh……moment —-> beides ist bereits vorhanden, man hat es nur noch nicht miteinander kombiniert.

Zur Krönung – der RFID ?

RFID – was ist das überhaupt? Radio Frequency Identification

Bisher werden die RFID Chip hauptsächlich in der Logistik angewendet. Aber auch Personalausweise und Reisepässe werden mit dem Chip ausgestattet. Über den Einsatz der RFID Chips in Banknoten ist man sich noch nicht ganz einig. Schon seit den 1970er Jahren ist die Kennzeichnung von Nutztieren mit RFID Chips Pflicht. Mittlerweile ist dies auch auf Haustiere ausgeweitet worden, wenn man mit den Tieren die Grenze überschreiten möchte. Des Weiteren plant man den Chip bundesweit Mülltonnen mit RFID-Transpondern zu versehen, damit die tatsächliche Müllmenge eines Verbrauchers abgerechnet werden kann.

Doch auch die Gesundheitsindustrie hat den Chip für sich entdeckt. Mittlerweile haben sich schon tausende von Menschen den Chip unter die Haut implantieren lassen. Wie lange wird es also dauern bis Millionen von Menschen sich den Chip freiwillig implantieren lassen und wann wird es zur Pflicht?

George Orwell und 1984 lassen grüßen!

Somit mutiert JEDER (Fluggast) automatisch zum Terrorverdächtigen.

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