30 seconds to mars

Lange haben Fans darauf gewartet.  30 Seconds To Mars haben mit einiger Verspätung ein neues Album mit dem Titel „This is war“ heraus gebracht. Der bisherige Streit mit der Plattenfirma könnte nun beigelegt werden, war es doch unhaltbar, dass EMI/Virgin Records die Band auf 30 Millionen US-Dollar auf Schadensersatz verklagen wollte.

Mal schauen wie der Longplayer sich verkaufen wird. Die Internetzugriffe auf die Homepage von 30 STM waren bislang gigantisch. Auch MySpace und Youtube konnten hohe Klickzahlen verzeichnen. Das im Album enthaltene Lied „This is war“  diente zur Vorlage des bekannten Spiels Dragon Age Orgins von Electronic Arts.

Für die Einspielung der Songs haben sich die Jungs von 30 STM ihre eigenen Fans ins Studio geholt. Leider muss man dazusagen, dass der Gesang der Fans in jedem Song zuhören ist. Sicherlich werden einige Titel durch das gewaltige Stimmvolumen gestützt, dennoch wird sich der wahre Fan den Longplayer nicht deswegen kaufen wollen. Der Fangesang ist vermehrt eingesetzt worden, um nicht zu sagen, zu oft. In vielen Internetforen wurde dieser Umstand auch schon bemängelt.

Die erste Singleauskopplung „Kings & Queens“ ist ein absoluter Ohrenschmaus. Leider bleibt der Sänger und Schauspieler Jared Leto hinter seinen stimmlichen Qualitäten zurück, die er schon auf dem Vorgängeralbum „A beautiful lie“ in dem Song „The Kill“ unter Beweis stellen konnte. Böse Zungen würden sogar behaupten, dass 30 Seconds To Mars mit dem neuen Album mit der Band „Kings of Leon“ gleichzusetzen ist. Ein wirklich toller Song ist durch die Zusammenarbeit mit Kanye West entstanden. Ich würde sogar behaupten, dass der Titel „Hurricane“ mit zu meinen Lieblingssongs auf diesem Album gehört.

Der Longplayer ist kraftvoll und abwechslungsreich. Von starken Stimmpassagen, rockigem Sound, tollen Schlagzeugeinlagen von Shannon Leto und Gitarrenriffen geprägt. Die Lieder sind wunderbar aufeinander abgestimmt und erwecken den Anschein in einem großem Ganzen zusammengefasst zu sein. 30 Seconds To Mars galt zwar lange als Geheimtipp und der Sänger Jared Leto hatte immer darauf geachtet, dass die Band nicht nur wegen seiner voran gegangenen Schauspielkarriere beurteilt wird. Die Jungs sind mit dem neuen Album „This is war“ wohl endgültig im Mainstream angekommen.
Jeder sollte selbst beurteilen, ob das Album gefällt oder nicht. Für das nächste Album sollten jedoch nicht soviele Fangesänge eingesetzt werden. Auch wenn es hier Ansatzweise passt, weil das Thema „This is war“ immer wieder auf dem Longplayer aufgegriffen wird.

FAZIT:

Ein absoluter Hörgenuss! Hitpotenzial für viele Songs.

LAUTSPRECHER AUFDREHEN!

Nächstes Jahr kommen die Jungs auf Deutschland-Tour. Hier schon einmal ein kleiner Vorgeschmack:

Kings & Queens – 30 Seconds To Mars

Hinzu kommt, dass die EMI Group großartige Künstler unter Vertrag hat.

  • Coldplay
  • Daft Punk
  • David Bowie
  • David Guetta
  • Depeche Mode
  • Die Toten Hosen
  • Duran Duran
  • Genesis
  • Herbert Grönemeyer
  • Janet Jackson
  • Kylie Minogue
  • Moby
  • Norah Jones
  • Paul McCartney
  • Placebo
  • PUR
  • The Rolling Stones
  • Queen

Quelle: Wikipedia           Quelle: EMI Deutschland

Und da zweifelt man daran, ob es der Musikindustrie wirklich so schlecht geht. Auch wenn Apple die meisten Songs über iTunes ab 99 cent verschachert. So hat 30 Seconds To Mars zumindest ein effektives Werbemittel für sich entdeckt. Sie lassen einfach ihr Album über ihre Fans promoten. Der Anreiz kommt von Mtv (Viacom). Der Musiksender hat schon erfolgreich Razorlight promoten können. Man kann also erkennen, dass die Musikmedien neue Wege gehen.

Im übrigen hat sich dem Marketinginstrument schon Robbie Williams bedient, welcher in großen Kinos sein Konzert von London aus übertragen ließ, um seine neue CD zu promoten. Leider gab es in einigen Städten Ausfälle, so dass seine Fans das Konzert nicht erleben konnten. Diese wurden jedoch wenige Tage später entschädigt, in dem sie eine Aufzeichnung des Konzertes kostenlos besuchen durften.

Auch hier stellt sich wieder heraus, dass die Künstler und auch die Plattenfirmen aus ihrem Schlaf erwachen und ganz instinktiv das Internet nutzen.

Nicht zuletzt auch an dem Beispiel der deutschen Band „Rammstein“ zu erkennen, welche ihre Konzertkarten ausschließlich über ihre Internetseite direkt an die Fans verkauft haben. Darauf hin waren zwar für einige Tage die Server down, aber mit ein wenig Glück und zu einer nächtlichen Zeit konnten die Fans ihre geliebten Konzertkarten ergattern.

Es findet also immer mehr eine Verschiebung statt, die Platten werden über die bekannten Verdächtigen oder beim Künstler direkt heruntergeladen. Man konzentriert sich immer mehr auf das Medium der Social Bookmarks. Somit schließt sich der Kreis.

This is war – 30 Seconds To Mars – Dragon Age – Vorsicht Werbung! Nix für schwache Nerven!

Übrigens wurde das CD-Cover mit ca. 2000 unterschiedlichen Bildern ausgestattet. Das eindruckvollste Cover scheint jedoch der Tiger zu sein.
Hier geht´s zur Homepage der Jungs.

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