Stehen Frauen auf asoziale Rocker.. und 21st century breakdown

Born into Nixon, I was raised in hell
A welfare child where the teamsters dwelled
The last one born and the first one to run f_greenday1m_665c237
My town was blind from the refinery sun

My generation is zero
I never made it as a working class hero

21st century breakdown
I once was lost but never was found.
I think I’m losing what’s left of my mind
To the 20th century deadline

I was made of poison and blood
Condemnation is what I understood
Video games of the tower’s fall
Homeland security could kill us all

(Text: Green Day, 21st century breakdown)

Keine 10 Sekunden spielte die Band ihr erstes Lied an, schon standen alle Menschen in der Halle von ihren Sitzplätzen auf den äußeren Rängen auf und klatschten und tobten.

Das erste Mal als ich mit Green Day in Kontakt trat, war durch ein seltsames Video auf einem einschlägigen amerikanischen Musiksender. Da stand so ein seltsamer fast asozialer Typ in einem Irrenhaus und brüllte in ein Mikrophon, wobei er auf wild auf einer Gitarre klimperte. Ebenso konnte ich mir nicht die Arschgesichter im Video erklären.

Am I just paranoid?
Am I just stoned?

Aber irgendwie fand ich den Sound und auch den Typen richtig COOL. Und von da ab habe ich die Band mal mehr oder weniger verfolgt. Schließlich jährte sich Live8 zum 20. Jahr. Und wen konnte ich dort auf der Berliner Bühne erblicken? Natürlich die Band Green Day. Die haben richtig abgerockt. Das damalige Album hieß American Idiot, welches ich mir, nachdem ich schon einige Singleauskopplungen kannte, letztendlich auch zulegte. Ich weiß noch, dass ich die Platte rauf und runter spielte. Ich konnte gar nicht genug von Green Day bekommen. Besonders der Sänger Billie Joe Armstrong hatte es mir angetan. Auch sah er mittlerweile gepflegter aus. Zumindest waren seine Haare mittlerweile schwarz gefärbt, was auch besser zu seinem Stil passte. Das verruchte leicht asoziale Image war jedoch noch immer da. Mittlerweile eher ins edle Punkige übergewechselt. Schwarzes Hemd und rote Krawatte. Die Augen schwarz untermalt.

Als dann bekannt wurde, dass Green Day dieses Jahr wieder ein neues Album veröffentlicht, war es um mich geschehen. Hatte ich doch 5 Jahre warten müssen. Zu meiner großen Überraschung bekam ich zu meinem Geburtstag das neue Album von meinem Schatz geschenkt. Auch hier spielte ich die Platte rauf und runter. Meinen iPod knallte ich mit sämtlichen Songs der Band voll. Das reichte jedoch nicht aus. Ich wollte Green Day life und hautnah und in Farbe sehen. Umso glücklicher war ich, als die Tourdaten bekannt gegeben wurden. Fast hätte es nicht geklappt, da es für Köln keinerlei Karten mehr gab.
Eigentlich hatte ich die Tour schon abgeschrieben, bis ein schicksalshafter Anruf kam. Schnell orderte ich online Konzertkarten für Dortmund.

Am 14.10.09 war der große Tag endlich gekommen. Nachdem ich mich schon Tage vorher mit sämtlichen Songs eingestimmt hatte, schmiß ich mich in schwarze Klamotten. Natürlich durfte die rote Krawatte nicht fehlen.

Das Konzert eröffnete ein rosaner Hase. Das Publikum war entzückt und konnte sich über den torkelnden Hasen reichlich amüsieren. Das hinter der Maske des rosa Hasen sicherlich der Frontman Billi Joe gesteckt haben muss, ist sicherlich nicht nur mir aufgefallen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die Vorgruppe nicht gesehen habe, dennoch war der rosa Hase schon erst einmal eine Entschädigung. Der Auftritt konnte mich jedoch nicht erahnen lassen, was da genau auf mich zukommt. Und dann ging es ab. Kaum auf der Bühne sprang der Funken zwischen der Band und dem Publikum über. Die Menge rockte, die Menge bebte…….die Menge hüpfte, die Menge klatschte,…..und irgendwann machten mir die blonden Haare vom Sänger Billie auch nichts mehr aus.

Es ist mir ja bekannt, dass er hin und wieder mal einen Splin bekommt und sich die Haare färbt. Und irgendwie wurde mir der Kerl auch immer sympatischer. Dabei war es egal ob Billie´s Lieblingswort „fuckin´“ zu sein schien.


 

Alles in allem war das Konzert einfach nur genial.  Auch die weibliche Begleitung von mir wies mich nach dem Konzert darauf hin, dass Billie doch eigentlich ein ganz charismatischer Kerl mit einem „hübschen Gesicht“ sei. Da mein Schatz dabei war, wollte ich dies nicht unbedingt laut sagen. Zustimmen musste ich dennoch.  Frauen müssten wohl nach seiner Meinung auf Asis stehen. Hatte Billie etwa den Eindruck bei meinem Liebling hinterlassen? Mir ist es egal, solange die Asis Billie Joe Armstrong heißen und Frontsänger der Band Green Day sind, ist doch alles okay. Oder nicht? Alle weiblichen Fans wissen ja, dass Billie mittlerweile seid 15 Jahren glücklich mit einem ehemaligen „Groupie“ verheiratet ist und 2 Söhne hat. Ein punkiger Asi mit Herz also.

Ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen, dass dies nicht mein einziges Konzert von Green Day bleiben wird. Einen solchen Abend vergisst man nicht so schnell und das Green Day Fieber hat mich jetzt erst richtig gepackt. Auch während dessen ich diese Zeilen schreibe, habe ich die Musik aufgedreht und höre 21st Century. Die Konzertvideo´s bei youtube habe ich ebenso schon in meine Favouritenliste aufgenommen.

Für mich ist Green Day ein absoluter „Daumen hoch“ und verdient „Prädikat wertvoll“. Kein Wunder, dass sich die Band the best Band of the World nennen darf. Jetzt stehen noch die VMA´s und EMA´s an. Green Day sind in verschiedenen Kategorien nominiert. Abgestimmt habe ich schon. Man muss nicht erraten wer meine Stimme erhalten hat.

Das veröffentlichte übrigens die WAZ:

Dortmund. Die völlig entfesselte Punkrock-Band Green Day hat am Mittwochabend in der Dortmunder Westfalenhalle ein schier unglaubliches Konzert gespielt und dabei den Rock’n’Roll für das dritte Jahrtausend neu definiert: Punk 2.0 – ein Hörereignis!
Gerade sind die Nobelpreisträger 2009 benannt, da drängt sich schon ein Anwärter für 2010 auf – Sparte „Physik“. Den müsste nach menschlichem Ermessen die US-amerikanische Punkrock-Band Green Day erhalten. Das Trio, das live zum Sextett wächst, trat am Mittwochabend in Dortmund den Beweis an, dass Energie beliebig übertragbar ist. Von der Bühne aufs Publikum, zurück auf die Bühne, wieder aufs Publikum und so weiter. Dass die Energie dabei immer größer und größer wird, obwohl sie sich 130 Minuten lang permanent entlädt, gehört zu jenen Geheimnissen den Physik, die der normale Musikfreund nicht verstehen, wohl aber genießen kann. Prognose: Wer dabei war kommt mühelos über den Winter – ohne zu heizen.

Wenn das leuchtende „U“ auf der Westfalenhalle am Mittwoch gewackelt hat: kein Wunder. Ein Wunder ist, dass es überhaupt noch auf dem Dach steht nach diesem Konzertabend wie es viele Jahre keinen gab im altehrwürdigen Kuppelbau. Der Moment, in dem Sänger und Gitarrist Billie Joe Armstrong die Bühne betrat, war der Moment, in dem ihm die Halle gehörte. Fortan hingen die Fans an seinen Lippen, vollzogen jede Geste nach. Und einige durften ihm sogar assistieren.

Hier der ganze Text

2 Comments

  1. Helo
    Interesting post – i’m creating video about it so i will post it to yahoo video !
    if you wana to help or just need a link send me email !

  2. ÜBRIGENS: bei den EMA´s hat Green Day gegen Tokio Hotel verloren. Ich hätte doch glatt kotzen können. Warum TH so hochgejubelt werden, weiß auch keiner. Kann man überhaupt nicht vergleichen.

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