Ein ganz normaler Morgen…..

Montagmorgen sieben Uhr in Deutschland.

Erst einmal die Kinder für die Schule und den Kindergarten fertig machen, dann schnell selbst ins Bad. Waschen, Haare aufdrehen, Zähneputzen, schminken und in das Kostüm schmeißen. Kinder weg bringen, schließlich bin ich spät dran.

Als ich um die Ecke biege, steht der Bus schon an der Haltestelle. Es gestaltet sich etwas schwierig auf hochhakigen Pumps zu rennen, aber ich habe Glück und der Busfahrer sieht mich. Gerade noch mal gut gegangen. An der Sammelhaltestelle in die U-Bahn umsteigen. Ich trinke einen Kaffee in der Bahn, esse genüsslich mein Brötchen und bereite mich gedanklich auf meinen kommenden Arbeitstag vor.

Das erste Hindernis auf meinem Weg in die heiligen Arbeitshallen ist das Büroschloss. Die Putzfrau hat wieder zweimal abgeschlossen und nun habe ich Probleme die Tür aufzuschließen. Nach langen hin und her, schaffe ich es doch das Schloss zu besänftigen, betrete das Büro und lege meine Sachen in meinem Büro ab. Da noch keiner da ist, entschließe ich mich Kaffee zu kochen. Als ich mich mit meiner Tasse in meinen Büroraum begebe, fällt mir etwas ganz entscheidendes auf. Das Faxgerät blinkt wie verrückt. Ich schaue instinktiv nach dem Papier, aber die Lade ist voll. Papier scheint sich auch nicht eingeklemmt zu haben, den Toner habe ich erst letzte Woche gewechselt. Um genau herauszufinden was dem Faxgerät fehlt schmeiße ich den PC an und betätige die Druckerfunktion. Außer einem knatternden Geräusch ist nichts zu hören. Natürlich könnte ich jetzt einen Techniker anrufen, der mir hilft den Schaden zu beheben, aber so einfach möchte ich mich nicht geschlagen geben. Ich habe schließlich noch eine halbe Stunde Zeit bevor die Kollegen kommen. Schnell den Faxdrucker von PC und Strom genommen, die vordere Klappe abgenommen und den Schaden erkannt. Ein Rädchen hat sich verhakt und greift somit nicht mehr in ein anderes über. Ich hole mein Mini-Notfall-Schraubendreherset aus dem Schreibtisch und mache mich direkt ans Werk. Wieder angeschlossen funktioniert der Apparat einwandfrei. Ich kann jedem der im Büro arbeitet nur anraten eine Art Notfall Kitt in der Schublade zu haben. Nachdem die letzten 10 Blätter aus dem Fax kommen ist die erste Montagshürde ist geschafft, und ich kann erst einmal auf atmen.

Nun geht es der Post an den Kragen. Jedes Schreiben wird nach Priorität sortiert und eingeordnet. Zwecks Vorlage beim Chef. Dann kommt der E-Mail Verkehr dran. Gott sei dank, steht mir ein guter Spam-Filter zur Verfügung. Auch hier werden die E-Mails nach Dringlichkeit eingestuft, bearbeitet, beantwortet oder auch weitergeleitet. So langsam trudeln auch die lieben Arbeitskollegen ein. Erst ein kleines Schwätzchen gehalten und weiter geht’s mit der Arbeit. Der Chef kommt heute wieder spät und auch sonst scheint jeder der auf diesem Planeten lebt, irgendetwas von ihm zu wollen. Kaum den Hörer aufgelegt, schon wieder ein neuer Anruf in der Leitung. Das kann ja heiter werden.

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